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Studierende entwerfen das St. Veit von morgen

Wie wird aus einem leeren Gebäude im Stadtzentrum wieder ein Anziehungspunkt? Auf diese drängende Frage liefert St. Veit an der Glan jetzt innovative Antworten.

Architektur_Studierende_Augsburg.jpg

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Modell_altes_Ruesthaus.jpg

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Elf Studierende tauchten mit großer Liebe zum Detail in die Geschichte und Gegenwart von St. Veit ein und entwickelten innovative Konzepte für öffentliche Plätze, Freiräume sowie für öffentliche Gebäude und private Immobilien, die derzeit mit Leerstand zu kämpfen haben. Das Ergebnis: Entwürfe, die zeigen, wie Wohnen, Arbeiten und Freizeit in der historischen Bausubstanz neu gedacht werden können.

Die Ausstellung der Architektur- und Stadtplanungsstudierenden der Technischen Hochschule Augsburg unter der Leitung von Prof. Marcus Rommel zeigt im Rathaushof unter dem Titel „Zurück in beste Lage“ ein behutsames, aber visionäres Weiterbauen an einer der ältesten Städte Kärntens – der Altstadt von St. Veit, die auf eine fast 900-jährige Geschichte zurückblickt. Bürgermeister Martin Kulmer zeigte sich begeistert von der Qualität der Arbeiten: „Ich bin beeindruckt von der Detailgenauigkeit und der Visionskraft, mit der die Studierenden unsere wunderschöne Altstadt weiterdenken. Diese frischen, kreativen Ansätze sind ein wichtiger Beitrag für die zukünftige Gestaltung und Belebung unserer historischen Altstadt. Besonders das gebaute Stadtmodell wird uns künftig ein wichtiges Werkzeug für die Weiterentwicklung sein.“

 

 

Manchmal braucht es den Blick von außen, um die Schätze im Inneren neu zu entdecken: In Abstimmung mit Immobilieneigentümer:innen wurden für konkrete, aktuell leer stehende Objekte zukunftsfähige Konzepte erarbeitet. Begleitet wurde das gesamte Semester vom städtischen Bauamt und dem Stadtmarketing St. Veit sowie von Roland Gruber (nonconform) und Thomas Egger (Egger & Partner), die die Stadt bei ihrer Weiterentwicklung unterstützen.

 

 

Vom Konzept zur Umsetzung: Konkrete Schritte in St. Veit

 

Die Zusammenarbeit mit der Hochschule ist Teil eines langfristigen Entwicklungsprozesses für St. Veit, der mit den Visionsentwicklungsworkshops im Frühjahr 2025 gestartet ist. Es geht darum, die Aufenthaltsqualität in der Altstadt zu steigern, den Nutzungsmix für die Zukunft mit einer Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Lernen, Gesundheit und Freizeit zu gestalten sowie Erlebnisse zu schaffen.

 

 

Die studentischen Visionen treffen in St. Veit auf fruchtbaren Boden, denn die Stadt befindet sich bereits mitten im Umsetzungsprozess. Seit dem Frühjahr 2025 sind entscheidende Weichen gestellt: So wurde das Leerstandsmanagement des Stadtmarketings massiv aufgewertet, was bereits Früchte trägt – über 20 Neuansiedlungen konnten in den vergangenen Monaten in der Altstadt verzeichnet werden. Parallel dazu laufen ein Wettbewerb für Landschaftsarchitektur sowie Förderprogramme, um die Aufenthaltsqualität in der Altstadt weiter zu steigern. Auch die Jugend wird eingebunden: Die HTL Villach entwickelt derzeit Sitzmöbel, die als neue Begegnungszonen fungieren sollen.