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St. Veit zieht Budgetbilanz

Der Rechnungsabschluss des Jahres 2021 wurde in der Gemeinderatssitzung am 28. April 2022 abgesegnet.

Die vergangenen beiden Jahre waren in finanzieller Hinsicht für keine Gemeinde einfach. Bürgermeister Martin Kulmer bezeichnet den Rechnungsabschluss 2021 als grundsätzlich erfreulich: „Die Finanzsituation der Stadt hat sich gegenüber dem Jahr 2020 wieder etwas entspannt.“ Bei den Ertragsanteilen und der Kommunalsteuer gab es Zuwächse – sogar über das Niveau vor der Krise. Die Zeichen in der Wirtschaft stehen nach dem Corona-Absturz wieder auf Wachstum und Bund zahlte um rund 15 Prozent mehr Ertragsanteile aus. Bei der Kommunalsteuer konnten um 4 Prozent mehr eingenommen werden. Insgesamt hat die Stadtgemeinde rund 20 Millionen Euro an Gemeindeabgaben und Ertragsanteilen eingenommen, was eine Steigerung von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Die Entwicklung nach oben gibt es jedoch auch bei den Transferzahlungen ans Land Kärnten. Die Umlagezahlungen sind um mehr als 600.000 Euro auf rund 11,5 Millionen Euro gestiegen. 

Der Vergleich der Haushaltsjahre 2021 und 2020 zeigt, dass die Stadtgemeinde St. Veit ihre Aufwendungen reduzieren konnte. Das Minus des Ergebnishaushaltes minimierte sich um rund 1,5 Millionen Euro und das Plus im Finanzierungshaushalt erhöhte sich um rund 1,3 Millionen Euro. Im Ergebnishaushalt (Erträge und Aufwendungen) gab es ein Nettoergebnis von rund Minus 640.000 Euro, welches gegenüber dem Voranschlag um rund 2,2 Millionen Euro verbessert werden konnte.

Bürgermeister Martin Kulmer: „Die Finanzkraft der Stadtgemeinde bleibt groß.“ Der Finanzierungshaushalt (Einzahlungen und Auszahlungen) weist in der operativen Gebarung einen Überschuss von rund 4,25 Millionen Euro auf, in der investiven Gebarung ein Minus von 2,7 Millionen Euro. Insgesamt ist der Nettofinanzierungssaldo positiv und konnte um rund 4,9 Millionen Euro gegenüber dem Voranschlag gesteigert werden.

Die Rücklagen der Stadtgemeinde belaufen sich auf rund 12,2 Millionen Euro. Die Herzogstadt weist bei den Vermögenswerten (lang- und kurzfristig) rund 220 Millionen Euro auf. Das ist eine Veränderung von rund 3,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.