Auf rund sechs Kilometern wird die Schnellstraße verbreitert, um die Errichtung einer baulichen Mitteltrennung zu ermöglichen. Die erste Bauphase zwischen St. Veit Süd und der Ausfahrt St. Veit Mitte hat im März 2023 begonnen. Dieser Bauabschnitt ist der aufwendigste: Sechs Brücken und zahlreiche Hochwasserdurchlässe für die Glan müssen neu gebaut werden.
„Eine Fahrbahn um fünf Meter zu verbreitern und eine Mitteltrennung einzurichten, ist schnell gesagt. Um welches Mammut-Projekt es sich jedoch handelt, wird einem erst beim Lokalaugenschein bewusst“, war Bürgermeister Martin Kulmer beim Ortsaugenschein mit Straßenreferent STR Kerschbaumer beeindruckt. Einblicke hinter die Kulissen bekamen sie von Projektleiter Anton Bischof von der ASFINAG.
Zum Schutz vor einem 100-jährigen Hochwasser muss die Straße zum Teil um 75 cm höher gelegt werden. Eine Herausforderung ist auch die Umlegung der Wasserschiene – einer wichtigen Lebensader im Zentralraum: Im 50 cm Rohr herrschen bis zu zwölf Bar Druck vom Wasser vom Krappfeld, welches St. Veit und die Landeshauptstadt versorgt.
Auch ein österreichweit einzigartiges Pilotprojekt wird umgesetzt: Die Längsträger der Überführungs-Brücke nach Scheifling werden in Holzausführung umgesetzt.
Die nächsten Meilensteine: Die Behelfsbrücke beim Obi soll Ende November Geschichte sein, dann wird der Verkehr auf die neue Brücke verlegt.
Anfang Dezember soll die Baustufe 1, die ersten zwei Kilometer des Sicherheitsausbaus, für den Verkehr freigegeben werden. Die nächste Bauphase Richtung Friesach bis zur Anschlussstelle St. Veit Nord startet im Frühjahr 2024, die Fertigstellung ist im Sommer 2025 geplant. Nach Abschluss der Arbeiten im Sommer 2025 gehört der gefährliche Gegenverkehr auf dieser Teilstrecke der Vergangenheit an.
Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 70 Millionen Euro, rund 50 Personen arbeiten täglich auf der Baustelle – zu Hochzeiten sind es bis zu 70 Personen.






